von Robert Preuß
Gregor Gysi ist weit mehr als nur ein bekannter Politiker der Partei Die Linke. Über Jahrzehnte war er die Gallionsfigur der gesamten politischen Linken in Deutschland – schlagfertig, medienerfahren und selbst bei bürgerlichen Kreisen anschlussfähig. Er galt für viele als der charmante Rebell, als der unterhaltsame Erklärer des Sozialismus und als einer, der auch außerhalb der eigenen Milieus Aufmerksamkeit gewinnen konnte.
Umso deutlicher war jetzt das Signal aus Gifhorn.
Sein Auftritt mitten in unserer Gifhorner Fußgängerzone wurde groß angekündigt. Doch der erhoffte Andrang blieb aus. Außerhalb der eigenen Funktionärs-, Partei- und Aktivistenblase wollte kaum jemand die alten linken Ladenhüter noch hören. Unsere Stadt ist geprägt von Industriearbeitern und eng mit der kriselnden Automobil- und Zulieferbranche verbunden. Viele Menschen spüren die wirtschaftliche Unsicherheit längst ganz konkret. Wenn selbst Gregor Gysi als prominenteste Figur der deutschen Linken hier nach unserer Zählung nicht einmal 100 Menschen zusammenbekommt und selbst wohlmeinende Berichte nur von etwas mehr als 100 sprechen, dann ist das mehr als ein misslungener Termin. Es ist ein politisches Zeichen.
Das linke Zeitalter ist am Ende.
Die Menschen haben genug von moralischen Belehrungen, künstlich geschürten Neiddebatten und einer Politik, die immer neue Opfergruppen konstruiert, Minderheiten gegen die vermeintlich privilegierte Mehrheitsgesellschaft ausspielt und jedes gesellschaftliche Problem zum Klassenkampf umdeutet. Sie haben genug von Nationalmasochismus, Sozialismusverklärung und der Vorstellung, jeder Unterschied müsse beseitigt, jede Leistung relativiert und jedes Problem mit noch mehr Umverteilung, Subventionen und Steuergeld beantwortet werden.
Gerade unserer Stadt Gifhorn, die von Industrie, Handwerk, Mittelstand und fleißigen Arbeitnehmern geprägt ist, verfängt diese Politik immer weniger. Die Bürger wissen längst: Wohlstand entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch Arbeit, Leistung, Unternehmergeist und Verantwortung. Neue Arbeitsplätze entstehen auch nicht in öffentlich finanzierten Schaufensterprojekten wie dem neu eingerichteten „Haus der Wirtschaft“ in unserer Fußgängerzone, sondern dort, wo Betriebe entlastet, Investitionen erleichtert und bessere Rahmenbedingungen für Industrie, Handwerk und Mittelstand geschaffen werden.
Die Fragen unserer Zeit lauten nicht mehr: Wie verteilen wir noch mehr um?
Sie lauten:
Wie entlasten wir Arbeitnehmer und Familien?
Wie machen wir Leistung wieder lohnenswert?
Wie sichern wir Arbeitsplätze und unseren Industriestandort?
Wie geben wir den Menschen Freiheit, Sicherheit und Zuversicht zurück?
Darauf hat die politische Linke keine überzeugenden Antworten mehr.
Sie bietet die alten Rezepte für eine neue Zeit: mehr Staat, mehr Vorschriften, mehr Gleichmacherei und immer neue ideologische Projekte auf Kosten der Allgemeinheit. Doch immer mehr Menschen erkennen, dass diese Politik weder gerecht noch zukunftsfähig ist.
Der schwach besuchte Auftritt Gregor Gysis in der Gifhorner Fußgängerzone steht deshalb sinnbildlich für eine größere Entwicklung: Die alten linken Erzählungen tragen nicht mehr. Selbst ihr prominentester und medial gefälligster Vertreter erreicht außerhalb der eigenen Blase kaum noch jemanden.
Das Zeitalter der Bevormundung, Umverteilung und Selbstverleugnung geht zu Ende.
Der Auftritt Gregor Gysis in Gifhorn ist deshalb mehr als eine Momentaufnahme. Er steht symbolisch für eine Entwicklung, die weit über unsere Stadt hinausreicht.
Die Menschen wollen keine moralischen Belehrungen mehr. Sie wollen Lösungen. Sie wollen Sicherheit, Freiheit, Wohlstand und eine klare Orientierung.
Die AfD ist das Gegenmodell zum linken Zeitgeist.
Wir sind die politische Alternative zu einer Epoche, die auf immer mehr Staat, immer mehr Ideologie und immer mehr Bevormundung gesetzt hat. Unsere Antwort lautet: mehr Eigenverantwortung, mehr Freiheit, mehr Respekt vor Leistung und ein selbstbewusstes Bekenntnis zu unserer Heimat.
Die Ära des linken Zeitgeists geht zu Ende. Die Zeit einer Politik für die Bürger beginnt.



